der Mess-anger

Was ich so alles zu sagen habe. Von Fussball über Fernsehen und Kino bis zu Politik. Alles was mir so einfällt.

Tuesday, February 06, 2007

Outsmarted

In einem Artikel der NZZ (Online, 6.2.07) wird SVP-Sprecher Roman Jäggi folgendermassen zitiert:

(über die Telefon-Kampagne von November 06)
Zwar habe es 30 schriftliche Beschwerden gegeben. Doch 80 Prozent davon seien offensichtlich durch «Intellektuelle» verfasst worden, was darauf schliessen lasse, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht an der Aktion stosse.


Jäggi zieht also 2 Schlüsse:

1. Intellektuelle sind nicht repräsentativ.
2. "Normale" haben automatisch eine andere Meinung als "Intellektuelle".

Ich kenne persönlich niemanden, der sich von der Aktion der SVP begeistern liess. Daraus schliesse ich, dass...

1. sich niemand dafür interessiert.
2. 24 Intellektuelle und 6 nicht-Intellektuelle die gleiche Meinung haben.
3. ich nicht angerufen wurde (Nein, ich werde nicht anrufen, ER soll den ersten Schritt machen!)
4. Ich keinen Brief geschrieben habe.
5. sich 24 Intellektuelle mit dem Thema SVP beschäftigen.

Wieso auch? Diese Wahl-Werbung ist auch nicht für intellektuelle, nicht einmal für intelligente Leute gedacht. Bei Maurers Telefonansage hat man keinerlei Möglichkeit, dem Gegenüber Fragen zu stellen. Aus Sicht der SVP ideal, denn wenn man keine Fragen (oder sogar Widersprüche) zu hören kriegt, ist die Aktion offenbar ein voller Erfolg.